Augen- und Nackenschmerzen: Der unsichtbare Zusammenhang

Du kennst es. Nach einem langen Arbeitstag am Bildschirm fühlen sich Deine Augen müde an, Dein Kopf drückt und plötzlich merkst Du: Dein Nacken ist komplett verspannt. Zufall? Ganz und gar nicht! Tatsächlich gibt es einen engen Zusammenhang zwischen Augen- und Nackenschmerzen – und der Hauptschuldige sitzt meist direkt vor Dir. Dein Arbeitsplatz.

Warum Deine Augen Deinen Nacken beeinflussen

Unsere Augen und unsere Nackenmuskulatur sind enger miteinander verbunden, als es auf den ersten Blick scheint. Wenn wir lange auf einen Bildschirm starren, neigen wir dazu, unsere Augenmuskulatur zu überanstrengen. Die Folge? Unbewusst verspannen wir auch die umliegenden Muskeln – und das betrifft vor allem den Nackenbereich.

Hinzu kommt: Wer ständig nach vorne über den Schreibtisch gebeugt sitzt oder sich beim Arbeiten am Laptop in eine leicht gebückte Haltung zwingt, belastet seine Halswirbelsäule enorm. Die Folge ist der berüchtigte „Tech-Neck“ – eine Kombination aus Nackenverspannungen, Kopfschmerzen und manchmal sogar Schwindel. Die Augen tun ihr Übriges dazu: Die Überanstrengung führt dazu, dass wir häufiger blinzeln oder uns konzentriert nach vorne lehnen – und schon ist die Fehlhaltung perfekt.

Typische Symptome und wie Du sie erkennst

Wenn Deine Augen stark beansprucht werden und Dein Nacken leidet, äußert sich das oft in folgenden Beschwerden:

  • Brennende, trockene oder tränende Augen
  • Druckgefühl hinter den Augen oder Stirnkopfschmerzen
  • Steifer, verspannter Nacken
  • Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen
  • Konzentrationsprobleme und Müdigkeit

Was kannst Du dagegen tun?

Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Tricks kannst Du Augen- und Nackenschmerzen gezielt vorbeugen:

Bildschirm richtig einstellen – Achte darauf, dass Dein Monitor auf Augenhöhe steht. So verhinderst Du, dass Dein Kopf ständig nach unten geneigt ist.

Regelmäßige Pausen einlegen – Die 20-20-20-Regel ist hier Gold wert: Alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas schauen, das 20 Fuß (ca. 6 Meter) entfernt ist.

Blinzeln nicht vergessen – Klingt banal, aber beim konzentrierten Arbeiten blinzeln wir viel weniger als normal. Bewusstes Blinzeln hält die Augen feucht und entspannt sie.

Nackenübungen in den Alltag einbauen – Einfache Dehnübungen oder sanfte Nackenmassagen helfen, Verspannungen zu lösen.

Ergonomie verbessern – Eine gute Sitzhaltung, eine ergonomische Maus und Tastatur, sowie ausreichend Licht können wahre Wunder wirken.

Augen- und Nackenschmerzen gehen oft Hand in Hand – und besonders bei berufsbedingten Fehlhaltungen am Bildschirm sind sie fast schon vorprogrammiert. Doch mit kleinen Anpassungen im Alltag kannst Du viel dafür tun, um entspannt und schmerzfrei durch den Arbeitstag zu kommen. Gönn Deinen Augen und Deinem Nacken die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.
Dein Körper wird es Dir danken 🙂